Weil Menschen füreinander da sind.

Gemeinsam finden wir einen Weg.

100Morgen schafft sichere Räume und ermöglicht Menschen in schwierigen Momenten schnelle, anonyme Unterstützung.

Wenn du dich unwohl fühlst, Angst hast oder einfach raus willst, kannst du unauffällig nach „100Morgen“ fragen. Das Personal oder gekennzeichnete Gäste helfen dir, an einen sicheren Ort zu kommen – ohne Fragen, ohne Erklärungen. Dort kannst du in Ruhe entscheiden, was du brauchst: eine Pause, ein Gespräch, ein Taxi oder weitere Hilfe.

Menschen mit dem 100Morgen-Zeichen sind dein Kompass. Sie wissen, was zu tun ist, und begleiten dich.

Ein Wort genügt

Wenn du in einer Einrichtung bist, die das 100Morgen-Zeichen trägt, kannst du einfach nach „100Morgen“ fragen – leise oder offen, so wie es für dich passt.

Die Menschen dort wissen, was gemeint ist. Sie nehmen dich ernst, bringen dich an einen sicheren Ort und bleiben bei dir, wenn du das möchtest.

Du musst nichts erklären.
Du musst nichts begründen.
Du musst nur dieses eine Wort sagen.

Sichere Räume

100Morgen ist kein einzelner Ort, sondern ein sicherer Raum, den Menschen für dich möglich machen.

Bei Veranstaltungen – zum Beispiel Stadtfesten – kann das ein ruhiger Bereich in der Nähe des Geschehens sein, ein Nebenraum in einer teilnehmenden Einrichtung oder ein anderer geschützter Ort, an den du begleitet wirst. Wichtig ist nicht, wo genau dieser Ort liegt, sondern dass du dort zur Ruhe kommen kannst und nicht allein bist.

Die Menschen vor Ort kümmern sich darum, dass du sicher ankommst und bekommst, was du gerade brauchst.

Für jeden Menschen

100Morgen ist für jeden Menschen da.

Für uns ist das eine Haltung: Jeder Mensch hat den gleichen Wert – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Sprache, Religion, Identität oder Lebensweise.

Wenn du Unterstützung brauchst, bekommst du sie. Ohne Rechtfertigung. Ohne Bewertung. Ohne Bedingungen.

100Morgen hilft in allen Situationen, die sich für dich nicht richtig anfühlen – bei Angst, Überforderung, psychischer Belastung, einem unguten Gefühl oder wenn andere Menschen Grenzen überschreiten.

Du entscheidest, wann der Moment gekommen ist, nach 100Morgen zu fragen. Dein Empfinden zählt.

Kompass sein

Ein Kompass zu sein bedeutet nicht, Probleme zu lösen oder Situationen aufzuklären.

Es bedeutet, für einen Menschen da zu sein, wenn es schwierig wird.
Ruhe zu bewahren.
Zu begleiten.
Zu helfen, einen sicheren Ort zu erreichen.
Zuzuhören.

Als Kompass zeigst du: Du bist nicht allein.

Die Kompäss (Kompass, Mehrzahl, hessisch) sind Menschen, die das 100Morgen-Konzept kennen und bereit sind, in solchen Momenten Verantwortung zu übernehmen – aufmerksam, respektvoll und ohne zu urteilen.

Das ist Zivilcourage im Alltag: hinschauen, statt wegzusehen. Dableiben, statt weiterzugehen. Helfen, ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen.

Du musst nichts erklären, nichts bewerten und nichts „richtig machen“. Es reicht, da zu sein.

Wenn du Kompass werden möchtest – oder deine Einrichtung Teil von 100Morgen werden soll – melde dich bei uns. Wir stellen dir das 100Morgen-Zeichen zur Verfügung, damit andere wissen: Hier ist jemand, der hilft.

Das Projekt 100Morgen

100Morgen ist ein Projekt von Artikel Eins – Initiative für Menschenwürde e. V.

Uns verbindet die Überzeugung, dass jeder Mensch Wert und Achtung verdient – und dass Menschen auch in schwierigen Momenten Schutz und Unterstützung brauchen. Genau dafür wurde 100Morgen entwickelt: als einfaches, menschliches und niedrigschwelliges Angebot, um Hilfe möglich zu machen, wenn sie gebraucht wird.

Entstanden ist 100Morgen im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Hier kennen sich viele Menschen noch vom Sehen, aus Vereinen, aus der Nachbarschaft oder aus der Gastronomie. Diese Nähe ist eine Stärke: Wer Hilfe braucht, trifft oft schneller auf jemanden, der bleibt, zuhört und begleitet.

Viele Veranstaltungen in der Region werden dezentral organisiert – von Vereinen, Initiativen, Gastronomen oder engagierten Gruppen. Es gibt nicht immer große Sicherheitsteams oder feste Strukturen.

100Morgen setzt genau hier an: Es verbindet hilfsbereite Menschen mit denen, die gerade Schutz brauchen – getragen von Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Verantwortung füreinander.

Ähnliche Schutzkonzepte gibt es schon lange bei großen Festivals und zentral organisierten Veranstaltungen. Dort übernehmen meist professionelle Teams diese Aufgabe.

100Morgen überträgt diese Idee auf Stadtfeste und öffentliche Veranstaltungen in der Region – getragen von Menschen vor Ort.

Der Name 100Morgen

Der Name 100Morgen steht für einen Ort, an dem man sich sicher fühlen kann.

Inspiriert ist er vom „Hundertmorgenwald“ aus Pu der Bär – einem Ort, an dem Freundschaft, Ruhe und Verlässlichkeit zählen. Gleichzeitig gibt es im vorderen Odenwald eine ruhige Erhebung mit diesem Namen, von der man bei gutem Wetter kilometerweit schauen kann.

Uns war wichtig, einen Begriff zu finden, der freundlich klingt, leicht zu merken ist und Vertrauen schafft. Einen Namen, den man auch dann aussprechen kann, wenn einem die Worte gerade fehlen.

Entscheidend ist, dass Menschen darauf vertrauen können, dass ihnen geholfen wird, wenn sie nach 100Morgen fragen.

Gemeinsam bekannt machen

100Morgen lebt davon, dass Menschen das Konzept kennen. Je mehr davon gehört haben, desto leichter fällt es, im richtigen Moment nach Hilfe zu fragen – oder selbst Kompass zu sein.

Wenn du einen Social-Media-Kanal betreibst oder Teil einer Organisation bist, kannst du uns dabei unterstützen, diese Idee weiterzutragen. Wir teilen Inhalte, verlinken Kooperationspartner und machen Engagement sichtbar.

Ob durch eine Zusammenarbeit, das Teilen unserer Beiträge oder einfach durch Weitererzählen – jede Form von Unterstützung hilft.

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